Die Linken finden diese kleine Streitschrift toll, die Rechten finden sie dumm, also geht sie uns alle an. Dachte ich. Bis ich zu lesen begonnen und erfahren habe: Dieses Buch ist nichts für mich, der ich kein studierter Historiker bin. Das ist keine packende Lektüre für interessierte Laien, im Gegenteil. Thomas Maissen ist kein vifer Erzähler, er wirkt in diesem Werk wie ein ewiger Besserwisser. Dass es Wilhelm Tell nie gegeben hat? Wissen wir doch längst. Dass die Schweiz in die Neutralität gezwungen wurde? Ach wie brisant. Das Verblüffende an solchen Schweizer Heldengeschichten besteht darin, dass kluge Leute wie Thomas Maissen meinen, uns weiterhin belehren zu müssen Daraus lernen wir: Es geht nicht um wahr oder nicht wahr, vertrauenswürdige Quellen oder sagenhafte Storys: so lange wir weiterhin über Tell. Winkelried & Co. streiten,so lange leben Tell & Co.. weiter. Und es entsteht nationale Identität. Thomas Maissen sei Dank.
Auf nach Gstaad
-
Wandern in Gstaad.Vor wenigen Wochen war ich mit Fotograf Sébastien Anex in
Gstaad. Wir realisierten als Vorschau auf den Wandertag der "Schweizer
Familie"...
vor 8 Stunden
