Samstag, 12. Dezember 2009

Die Verbotsspirale

Am Anfang war das Minarett-Verbot. Dann kam das Plakat-Verbot, gefolgt vom Burkaverbot und einem Einreiseverbot für einen Vogel. Zwischendurch parlierte ein katholischer Parteipräsident über das Verbot von jüdischen und islamischen Friedhöfen. Nun könnte ich als nicht-religiöser Liberaler zu Gunsten eines Verbots des Verbots an und für sich plädieren. Doch bevor es so weit kommt, auferlege ich mir selber ein Denk- und Schreibverbot.

Freitag, 11. Dezember 2009

Machtsymbole


Aber kein einziges neues Minarett mehr.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Multikulti

Gelingt die Integration von Ausländern in der Schweiz? Das zeigt sich auch an Geschichten wie dieser hier.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Tariq Ramadan

Nassim Ben Khalifa, Schweizer U-17-Fussball-Weltmeister-Stürmer mit tunesischen Wurzeln, antworte auf die Frage der Schweizer Illustrierte, welche Person er gerne kennenlernen würde, nicht mit «Roger Federer», sondern mit «Tariq Ramadan» - zum Missfallen der Weltwoche. Weil in der Schweiz aber noch nicht die Scharia gilt, rief die Weltwoche lediglich zur Sippenhaft auf, indem sie schrieb: "Wir erinnern uns: Tariqs Bruder Hani Ramadan forderte vor einigen Jahren die Einführung der Steinigung in der Schweiz." Laut Weltwoche soll aus dem gewünschten Treffen Ben Khalifas mit Tariq Ramadan vorerst nichts werden. Ramadan sei untergetaucht.

Nun denn: In der deutschen Zeit gibt Tariq Ramadan ein Interview zum Ja des Schweizer Volks zur Minarettinitiative, das unser Fussball-Weltmeister Nassim Ben Khalifa im Volltext nachlesen kann.

Und ich ungläubigerBlogger erinnere daran, dass Tariq Ramadan laut dem US-Magazin Foreign Policy der einzige Schweizer unter den hundert wichtigsten globalen Denkern sein soll, dem der lokale Historiker Ulrich Schlüer vor laufender TV-Kamera ein "Berufsverbot" verhängen möchte.

Fortsetzung folgt

Montag, 7. Dezember 2009

1 Schweizer Denker

Auf die Liste der "1oo wichtigsten globalen Denker 2009", publiziert vom US-Magazin Foreign Policy, schafft es ein einziger Schweizer. Und zwar ein Muslim. Mehr

Sonntag, 6. Dezember 2009

Wie weit reicht Geld?

Binswanger gibt sich im Magazin von gestern hilflos: Economiesuisse hätte richtig antreten müssen.Wie viele Millionen Franken wären bitte sehr nötig gewesen, um das Verbot der Minarette zu verhindern? Ich schätze grob: hundert hätten nicht genügt.

Es fehlte den Kirchen , den Medien, den Intellektuellen das Geld zuletzt. In erster Linie mangelte es an Iden, Argumenten, Engagement, wie der Historiker Urs Altermatt heute selbstkritisch zu bedenken gibt. Der einzige, von dem ich was gehört und gesehen habe, war mein Facebook-Freund Frank Bodin.

Alle andern müssen sich an der eigenen Nase nehmen: Binswanger, Du & ich.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Vielfalt

Vom Minarett-verbot bis zur Verwahrung: Laufend nimmt das Volk Initiativen an, die in der Praxis nicht umgesetzt werden können.

Das stimmt.

Aber diese undurchführbaren Begehren werden nicht allein vom rechten Rand des politischen Spektrums verlangt. Art. 84 unserer Bundesverfassung, Absatz 2, lautet:

"Der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene. Der Bundesrat trifft die notwendigen Massnahmen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie unumgänglich sind.."

In diesem Sinn empfehle ich allen Paragrafenwächtern von Lausanne, Strassburg bis Brüssel:

Stellt Euch ans Portal des Gotthard-Strassentunnels und zählt die ein- und ausfahrenden Lastwagen!