Montag, 13. September 2010

Joe Lang vs. Marc Rich

Marc Rich: Viele haben viel über ihn geredet, die meisten schlecht. Nur wenige kannten ihn. Kein Journalist kam jemals an ihn heran.


Mit einer Ausnahme: Mein Freund Daniel Ammann traf ihn. Im Büro in Zug, auf den Skiern in St. Moritz, in der Villa in Meggen LU. Daniel Ammann sprach mit seiner Ex-Frau, seiner Sekretärin und vielen seiner Geschäftsfreunde. Herausgekommen ist eine überraschende Biografie, die manches Vorurteile widerlegt. Und die uns alle lehrt, wie der globale Handel mit Rohstoffen funktioniert: Ideologie-frei. Ob Fidel Castro, das Apartheid-Regime in Südafrika oder die Ajatollahs im Iran - entscheidend ist die Marge, sonst nichts.


In Daniel Ammans Buch erfahren wir auch, wie konsequent und emotionslos sogar ein Schweizer Politiker ticken kann. Joe Lang, links-alternativer Nationalrat aus Zug, notorischer Kritiker von Marc Rich und langjähriger anti-imperialistischer Kämpfer wider die USA.


Ausgerechnet dieser Joe Lang wurde vom FBI angefragt, auf dem Flughafen Hausen am Albis einen Mechaniker als Spitzel anzuheuern, weil dort Marc Rich sein Privatflugzeug parkiert hatte. Auf diese Weise wollte das FBI Näheres über die Reisepläne von Marc Rich erfahren, um diesen endlich verhaften zu können.


Joe Lang jedoch winkte ab. Mit den Worten: "Sorry, ich bin Politiker, kein Polizist"


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Samstag, 11. September 2010

Aufruf zur Bundesratswahl

Die SVP hat auch eine richtige Antwort: Das Volk soll den Bundesrat wählen.

Dann nämlich schafft es kein Blocher,kein Maurer und auch kein Rime. Dann hätten die sieben Gewählten die nötige Legitimation. Wir hätten keine "Nieten" mehr in Bern - während andere, die sich auf Zickenkriege einlassen, still abgewählt würden, so wie es das Volk in in den Kantonen und den Städten regelmässig tut. Sogar die lateinische Schweiz hätte, wie es im Kanton Bern Tradition ist, reservierte Sitze, der Friede bliebe im Land.

Von unten nach oben: Was in den Dörfern klappt, funktioniert in der Eidgenossenschaft. Nur die SVP, die seit der Abwahl von Blocher beleidigt schmollt. müsste sich schleunigst ein neues Thema suchen.

Also rufe ich auf:

Unterschreiben!

Hier

Freitag, 10. September 2010

Letzte Frage zur Bundesratswahl

Warum steckt das jetzige 7er Gremium in der Krise?

Weil kein Rime drin ist?

Oder weil allen Gewählten (ink. Ueli Maurer) die nötige Legitimation fehlt?

Donnerstag, 9. September 2010

Nächste Fragen zur Bundesratswahl

Als Zürcher Ständerat wurde Christoph Blocher nicht gewählt, als Bundesrat schon, wenn auch nur für kurze Zeit. Warum bloss?

Als Zürcher Regierungsrat hatte Ueli Maurer keine Chance.

Jetzt regiert er trotzdem im Bundeshaus von Bern mit, wenn auch ohne grossen Erfolg

Warum aber schaffte er die Wahl ?

Montag, 6. September 2010

Eine Frage zur Bundesratswahl

Die SVP hält in der Regierung der Stadt Zürich null von neun Sitzen.

Die SVP hält in der Regierung von Basel-Stadt null von sieben Sitzen.

Die SVP hält in den Rgierungen der Kantone Baselland und Aargau einen von fünf Sitezen.

-Frage: Warum bloss?

Warum ist diese Partei - gemssen an den Wahlanteilen - in den Regierungen derart krass untervertreten?

Freitag, 3. September 2010

Vier Fragen rund um Sarrazin

1. Wer wurde wann wo von wem warum und wie gesteinigt?
2. Welche Meinung wird konkret unterdrückt?
3. Werden gar Bücher verbrannt?
4. Wo ist das Problem?

Donnerstag, 2. September 2010

Slalom mit Markus Somm

Als Student war er ein radikaler Linker, dem bewaffnenden Kampf zuneigend. Siehe hier.


Dann wurde aus ihm ein stinknormaler Sozialdemokrat. Ende der 90er Jahre, ich war damals Leiter der Bundeshaus-Redaktion von FACTS, kam Markus Somm in der Wandelhalle auf mich zu, geschickt von der Bundeshausredaktion des Tages-Anzeiger.Ihr Motiv: Die Tagi-Angestellten in Bern wollten eine Lohnzulage verlangen - zum Ausgleich der Steuertarife, die in Bern so viel höher seien als in Zürich. Somm wollte dieses Anliegen direkt dem damaligen Konzernchef Michel Favre unterbreiten, als dieser sämtliche Tamedia-Mitarbeiter in Bern zu einem feinen Nachtessen ins Lorenzini-Du Théatre einlud.

Da werde ich strikt dagegen votieren, im Beisein von Favre, kündigte ich Somm an. Ich spreche mich in FACTS doch ständig zu Gunsten des Steuerwettbewerbs aus, also könne ich solch abstruse Forderungen sicher nicht unterstützen. Ich wohnte damals auch gar nicht in Bern, sondern ich pendelte von der Stadt Zürich nach Bern.


Und sagte zu Somm: "Wenn es Dir die in Bern nicht gefällt, zügle nach Zürich! Oder nach Zug! Dort sind die Steuern noch tiefer!"

Am Nachtessen - es gab wie ü blich bei Favre exzellenten Wein - verlor Somm keine Silbe über unterschiedliche Steuertarife. Und kaufte später, als er definitiv kein Linker mehr war, ein grösseres Haus Wädenswil. Dort sind die Steuersätze nicht gar so tief wie vis-a-vis in Herrliberg, aber sehr viel tiefer als in Bern, ganz zu schweigen von Basel-Stadt!


In neuerer Zeit fährt Somm seinen Slalom immer schön parallel zum grossen Christoph. Einmal knallhart gegen die Steuerabkommen mit den USA, dann sanft dafür. Linientreu.


Ich freue mich jetzt schon auf die Schnitzerlbänke an der nächsten Fasnacht!