Mittwoch, 23. Dezember 2009

Nach Kopenhagen

Global verhandeln, lokal bedenken: Gestern badete ich in einem Whirlpool auf 2000 Metern über Meer und fand es ganz lustig dort.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Ungesunde Aussichten

Die Krankenkassenprämien sollen laut SonntagsZeitung bald vom Body-Mass-Index und einem Fitness-Test abhängig sein. Demnach habe ich beste Chancen, dass meine persönlichen Prämien sinken werden.

Nur: Was taugt diese Prognose?

Ich habe im Jahr 2007 und 2008 horrende Gesundheitskosten "verursacht" , bei ähnlichem Body-Mass-Index und zumindest phasenweise ähnlicher Fitness. Daraus habe ich gelernt: Man ist nicht immer "selber schuld", wenn man krank wird.


Das wissen Versicherungsmathematiker bestens: Wenn sie die Kosten der Zukunft prognostizieren wollen, achten sie in der Regel auf die Kosten des Vorjahrs . Zum Beispiel bei der Haftpflicht fürs Auto. Wer dieses Jahr noch einen Unfall macht, zahlt im nächsten Jahr eine höhere Prämie. Nach fünf unfallfreien Jahren erreicht der Rabatt sein Maximum.

Dieses Prinzip könnten wir auch auf die die Krankenvericherung übertragen. Um "die Gesunden" der Zukunft zu belohnen, müssten einfach die heutigen "Kranken" bestraft werden - und zwar völlig unabhängig vom Resultat beim 12-Minutenlauf.

Wollen wir das?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Pressevielfalt

Laut Blick von heute verprügeln Schweizer Deutsche, laut Weltwoche von heute hauen Ausländer Schweizer. Hauptsache, die Seite 1 wird voll.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Zur Einwanderung in den Sozialstaat

Wie schützt sich die Schweiz vor Einwanderern, die hier gar nicht arbeiten? Wenn nicht alles täuscht, wird das zum zentralen politischen Inland-Thema.

Meine Antwort: Wir dürfen die Ausländer nicht diskriminieren, wir müssen sie gleich behandeln. Was zur Folge hat, dass die Eintrittsbarrieren in den Sozialstaat Schweiz höher werden müssen. Höher für alle. Für Schweizer wie Ausländer.

Angestossen wurde diese Diskussion bereits in der Arbeitslosenversicherung. Studenten sollen in Zukunft nicht mehr "frisch ab Uni" Arbeitslosengeld beziehen dürfen.

Ja, das finde ich auch. Heute gilt eine minimale Beitragsdauer von 12 Monaten, sowohl bei der Arbeitslosenversicherung wie bei der IV, sowohl für Schweizer wie Ausländer. So viel kann man auch von Studenten verlangen. Vielleicht könnte man diese 12-Monatsfrist sogar auf 24 Monate verlängern, wiederum für alle, Schweizer wie Ausländer, wobei selbstverständlich Beiträge im Ausland angerechnet werden.


Es geht hier um ein Prinzip das wir alle begreifen und wohl sogar akzeptieren. Leistung gegen Leistung. Wer Geld vom Staat will, muss selber ein Minimum dazu beitragen.

Nicht eingelöst wird dieses Prinzip bei der Schweizer Sozialhilfe. Hier herrscht bis heute die "Bedingungslosigkeit". Alle dürfen Ansprüche anmelden, niemand muss eine Vorleistung nachweisen. Ich habe vor etwa sieben Jahren mal verlangt, dass alle, die Sozialhilfe beanspruchen, ein Minimum selber verdienen müssen. Ich nannte damals ein Monatseinkommen von tausend Franken und bin damit bös unter die Räder gekommen. So etwas wollte damals niemand, das seien "angelsächsische Methoden".

Nun könnten solche Fragen neu aktuell werden, siehe Tages-Antzeiger von heute, Seite 1. Ich hoffe einfach, dass nicht einseitige Massnahmen gegen "Ausländer" ergriffen werden, sondern dass alle - Schweizer wie Ausländer - gleich angefasst werden. Klar, das ist eine unangenehme Diskussion. Da wagt sich niemand vor.

Montag, 14. Dezember 2009

Das Comeback

Das neue Interview mit Daniel Albrecht endet so:





Spiegel : Werden Sie jemals wieder die Streif hinunterfahren?

Albrecht: Natürlich. Entweder ich komme ganz oder gar nicht zurück. Wissen Sie, worüber ich oft nachdenke? Sollte ich es schaffen und in zehn Jahren als Weltmeister oder Olympiasieger aufhören, wird sich jeder an den Unfall erinnern. Ein Comeback katapultiert einen Sportler auf eine Ebene, die er auf normale Art und Weise nie erreichen würde. Die Frage ist nur, ob es das wirklich wert ist.



Spiegel: Herr Albrecht, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Sonntag, 13. Dezember 2009

rECHTZEITig schenken

Alle Bücher zum Freundschaftspreis inkl. Porto und Verpackung.

Meine Liste:

1. Weys Deutschstunde
2. Ochsenbein
3. Aus Frankreichs Küchen
4. Die Andouillette
5. Miss Universum
6. Zoologische Miniaturen.

Und wenn ich das Buch Grimassenherz nicht selber geschrieben hätte, würde ich auch das empfehlen.

Ende der Werbung.

Samstag, 12. Dezember 2009

Die Verbotsspirale

Am Anfang war das Minarett-Verbot. Dann kam das Plakat-Verbot, gefolgt vom Burkaverbot und einem Einreiseverbot für einen Vogel. Zwischendurch parlierte ein katholischer Parteipräsident über das Verbot von jüdischen und islamischen Friedhöfen. Nun könnte ich als nicht-religiöser Liberaler zu Gunsten eines Verbots des Verbots an und für sich plädieren. Doch bevor es so weit kommt, auferlege ich mir selber ein Denk- und Schreibverbot.