Freitag, 30. Dezember 2011

Vorsätze 2011

...und was daraus geworden ist.



Erstens habe ich mich tatsächlich aus Facebook verabschiedet. Gemerkt, resp. bedauert, habe das maximal zwei meiner Facebook-Freunde.

Zweitens bin ich der FDP beigetreten, was dieser Partei aber auch nicht geholfen hat.


Drittens habe ich viel geschlafen. Ob es mehr was als 2010, das habe ich verschlafen.


Viertens habe ich gegen meinen Willen ein klein wenig mehr gearbeitet als vorletztes Jahr.


Fünftens habe ich nicht weniger gebloggt. Und das Wenigste davon war klug.

Sechstens habe ich tatsächlich mehr trainiert , phsyisch. Das hat geholfen.

Siebtens habe ich meinen Vorsatz, "keine einzige Aktie" mehr zu kaufen, nicht befolgt. Das war ein Fehler.

Achtens war ich eindeutig "zu viel" online.

Neuntens werde ich mir Ende 2010, wie angekündigt, keine neuen Vorsätze mehr nehmen.


Zehntes habe ich hiermit Rechenschaft abgelegt, welche meiner zehn Vorsätze ich befolgt habe und welche nicht.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

365 Erfinder

Der Erfinder der Zauberformel war: Martin Rosenberg, damaliger Generalsekretär der CVP.

Und wer hat das Klo erfunden? Wer die Spülung?

Weder Elisabeth Kopp noch Liliane Uchtenhagen, so wenig wie Ruth Metzler. Auch die Tripple-B der SVP spielte in diesem Zusammenhang gar keine Rolle, so ähnlich wie am heutigen Tag im Bundeshaus.


Aber sobald es um Bier, Kondome oder den Bostitch geht, kennt Hans-Martin-Bürki-Spycher sämtliche richtigen Antworten. Sein Buch 365 Erfinder erscheint Mitte Januar.

Einen feinen Vorgeschmackt gibts hier.


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Dienstag, 13. Dezember 2011

Wählt Blocher!

Jeder eidg. Parlamentarier , der Blocher lahm legen will, muss ihn morgen zum Bundesrat wählen. Denn er ist nicht der offizielle Kandidat der SVP. Also müsste er, würde er die Wahl annehmen, laut Statuten aus der SVP ausgeschlossen werden. Ob diese Regel freilich auch für den Chef-Strategen persönlich gelten würde? Nach den Basler Lügengeschichten ist nichts mehr wahr.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Crash Ahoi!


Dies ist kein Buch für Laien. Aber eines für interessierte Laien, die gern verstünden, warum Banken wanken und Staaten, die Banken retten konnten, nun ihrerseits vor der Pleite stehen. Der Autor Markus Diem Meier ist Onlinejournalist bei tagesanzeiger.ch. Also einer, der von News zu News hetzen muss: gestern «Investment-Bank-Skandal bei der UBS», heute «Griechenland», morgen «Neuer Rekord beim Gold». Nun hat er Atem geholt und ein Buch vorgelegt, in dem er bisweilen klingt wie ein Oberlehrer, aber gerade das ist erwünscht: Interessierte möchten etwas lernen. An andern Orten tönt Diem Meier wie ein Altlinker, der gegen die «neoliberale Ideologie» schimpft. Auch das ist nötig: Denn Empörte möchten erfahren, warum sie Grund haben, empört zu sein. Dank diesem Buch wissen sie es.

Und der Autor: Er steigt auf: Zum stellvertretenden Chefredaktor der "Finanz + Wirtschaft".

Montag, 28. November 2011

Betr. Die Volkswahl


Vermutlich wird bald das Volk bestimmen, wer Bundesrat wird und wer nicht. Zu verdanken haben wir das einer Initiative der SVP, die bereits eingereicht ist.

Auf diese Volkswahl freuen sich:

Toni Brunner, nicht gewählter Ständerat des Kantons St. Gallen. Im Initiativkomitee sitzen:

Caspar Baader, nicht gewählter Ständerat aus dem Kanton Baselland, Gusti Pflanzer, nicht gewählter Ständerat aus dem Kanton Uri.

Mit unterschrieben hat Christoph Blocher, abgewählter Bundesrat, zwei Mal nicht gewählter Ständerat aus dem Kanton Zürich. Und sicher auch Ueli Maurer, nicht gewählter Regierungsrat aus dem Kanton Zürich, noch amtierender Bundesrat.

Ich werde "Ja" stimmen und bin mir ziemlich sicher: Das Volk wir ebenfalls "Ja" stimmen. Nämlich um zu verhindern, dass Köpfe wie Brunner, Blocher, Baader Bundesrat werden

Samstag, 19. November 2011

"Bestseller"-Bücher


bei der Bestseller-Liste Sachbuch des SBVV fällt mir auf, dass es Michèle Roten mit "Wie Frau sein" einfach nicht unter die ersten 20 Titel geschafft hat.

Darüber bin ich nicht etwa irritiert, sondern hoch erfreut.

Denn: Wenn sich 20 Sachbücher besser verkaufen als der "Bestseller" unseres kleinen Echtzeit Verlags, dann muss ich mir keine Sorgen mehr machen um den Schweizer Buchhandel und das Verlagswesen. Dann läuft alles prächtig!

Dienstag, 15. November 2011

Aus Italiens Küchen


Das perfekte Geschenk, passend zum Dititalradio.
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Montag, 14. November 2011

Im Kaufrausch

Schon lange war ich nicht mehr so zufrieden, etwas Neues gekauft zu haben. Zuvor wusste gar nicht, was das ist: ein Digitalradio.

Ich wusste nur, dass ich mich ärgerte, weil ich im Küchenradio nie den richtigen Sender fand.
Jetzt habe ich diese Sorge los.

Und erst noch entdeckt, was DRS 4 zu bieten hat.

So macht Kochen Spass!

Donnerstag, 10. November 2011

Ein Denkmal für Ochsenbein


Am 11.11.11, seinem 200. Geburtstag, wird er endlich gefeiert und rehabilitiert:

Ulrich Ochsenbein, Gründer der modernen Schweiz, erster Bundesrat, federführend bei der Bundesverfassung von 1848, erster abgewählter Bundesrat und lange verfemt.

Morgen wird das Denkmal enthüllt: In Nidau, seiner Heimatstadt.

Das Programm

Das Buch

Sonntag, 6. November 2011

Wenn Brille...

...dann Fielmann, hatte ich im Ohr. Und wenig später eine Fielmann-Brille auf der Nase, die genau halb so viel gekostet hat als mein früherer Optiker verlangen wollte. Die grosse Differenz machten die Gläser aus, was bei meinen minus-10-Dioptrien ins Auge geht.

Vier Wochen später hielt ich ich einen Brief in der Hand: "Wie geht es Ihrer neuen Fielmann-Brille?" Nach dieser Frage erhielt ich ein Angebot, das ich so noch nie gesehen habe:

"Was nun, wenn Sie mit unserer Leitung nicht zufrieden sind?Bitte geben Sie uns eine Chance: Kommen Sie mit Ihrer neuen Brille zu uns. Wir tuschen sie um oder nehmen sie zurück und erstatten Ihnen den Kaufpreis. Ohne Frage."

Danke!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Die Volkswahl

Jetzt geht das G'schtürm um die sieben Sitze schon wieder los, ich kann es nicht mehr hören.

Der beste Vorschlag zur Lösung stammt von der SVP: Die Volkswahl.

Wie die aktuellen Ständeratswahlen in St. Gallen, Zürich, Baselland und wie Regierungsratswahlen in sämtlichen Kantonen zeigen:

Wenn die SVP will, dass einer ihrer Vertreter gewählt wird, muss sie mehrheitsfähige Kandidaten stellen. Ob Baader, Blocher oder Brunner: Solche Typen fallen beim Volksmajorz durch.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Papablog

Mann kann im Alter von 51 noch Karriere machen:
Zum ersten Mal in meinem Leben schaffe ich es in ein seriöses, richtig populäres Blog.
Hier

Samstag, 15. Oktober 2011

$aumässig

Ich war auch da und bin schon wieder weg.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Vom Moor ans Meer


Neulich war ich in Südfrankreich. Und ein paar Tage zuvor in Rothenthurm. Mehr

Dienstag, 27. September 2011

Das Strohfeuer lodert

Die Börse macht Luftsprünge. Nur ich kleiner Blogger werde von Tag zu Tag noch pessimistischer.

Früher haben Banken ihre wertlosen Hypotheken "verbrieft" resp. gebündelt, so dass am Ende niemand mehr wusste, was in den Paketen drin steckte.Doch Junk blieb Junk, und es folgte 2007 die Subprime-Blase.

Heute sollen die Geschäftsbanken samt den Zentralbanken ihre wertlosen Staatsanleihen "verbriefen" resp. bündeln, so dass am Ende niemand mehr wissen wird und kann, was in diesen Paketen drin steckt.Auch diesmal wird Junk Junk bleiben. Spätestens 2012/13, ist die Blase knüppeldick. Bis sie platzt.

Freitag, 23. September 2011

Der Crash läuft

Kürzlich hat uns der Privatbankier Konrad Hummler, VR-Präsident der NZZ, via Weltwoche empfohlen, wir sollten Aktien kaufen. Der Zeitpunkt wäre nicht günstig gewesen. Heute wissen wir, wie klug es war, dass wir noch ein paar Tage gewartet haben.

Aber: Sinkt der UBS-Kurs weiter, zum Beispiel unter fünf Franken, sinkt der ABB-Kurs weiter, zum Beispiel gegen 10 Franken tja dann könnte ich es mir neu überlegen.

Oder wie wär's mit Holcim unter 30?

Bald haben wir die Qual der Wahl.

Donnerstag, 15. September 2011

Ich Kleinaktionär der UBS

Am 30. Mai 2008 habe ich, wie in diesem Blog gebeichtet, 100 Aktien der UBS gekauft zum Kurs von Franken 25.40 das Stück. Heute, da die UBS einen Milliardenverlust, verursacht durch einen einzigen Angestellten, vermelden muss, darf man mich "Dummkopf" schimpfen.

Nur: Ich Kleinaktionär bin immerhin klüger als die ganze UBS. Ich nämlich kann mein Risiko exakt beziffern. Es beträgt maximal 100 mal 25.40 Franken = 2540 Franken.

Die grosse UBS dagegen hat zunächst eine durch sie selber nicht mehr schätzbare Summe in US-amerikanische Lotterbuden verlocht, die am Ende der Schweizer Staat übernehmen musste. Konsequenzen daraus haben haben die privaten UBS-Verantwortlichen keine ziehe müssen, im Gegenteil. Seither beschäftigen sie ihre Investment-Banker fröhlich weiter. Und sei es nur, damit die ihre "kriminelle Energien" freisetzen können.

Muss ich Kleinaktionär nun meine Konsequenzen ziehen?

Nicht unbedingt. Lieber behalte meine hundert UBS-Aktien. Schliesslich kenne ich mein Risiko.

Dienstag, 13. September 2011

1 Euro = Franken 1.20. Tatsächlich?

Frage an Radio Eriwan: Wie viel Wert ist die Währung von Staaten, die kurz vor dem Bankrott stehen - in Relation zur Währung eines grundsoliden Staats.?

Antwort:
Selbstverständlich kann der Musterschüler seinen Franken anhängen an die Währung der andern. Das muss ja nicht für die Ewigkeit sein, die Schweiz kann jederzeit wieder aussteigen.

Aber sie hätte wenigstens beim Start darauf achten müssen, dass sie "richtig" einsteigt. Die Vorgabe "1 Euro = mindestens Fr. 1.20 Stimmt nie und nimmer. Das merkt jeder Tourist, vor allem wenn dieser Tourist Zeitung liest.

Warten wir's ab, bis die Nationalbank reagiert. Tut sie es früher, verliert sie ihre Glaubwürdigkeit. Tut sie es später, verliert sie Geld. Viel Geld. Und zum Schluss ebenfalls ihre Glaubwürdigkeit.

Dienstag, 6. September 2011

1 Euro = Franken 1.20. Mindestens!

Die heutige Bekanntgabe der Nationalbank ist ehrgeizig. Sehr ehrgeizig.

Ich hätte es, wie kürzlich gesagt, lieber gehabt, die Schweiz hätte, wie im früheren Europäischen Währungssystem üblich, eine Bandbreite bestimmt. Unsere Nationalbank hätte sich ein Stück Felxibilität bewahrt, wenn sie gesagt hätte:

"Der Euro schwankt zwischen Franken 1.00 und Franken 1.20."

Damit hätte die Export-Industrie gewusst, Entweder bleibt der Franken so stark wie er ist. Oder er wird noch stärker.

So aber fragen sich alle Devisenhändler der Welt: Wie ernst meint es die Schweizer Nationalbank wirklich? Kann sie ihr Ziel durchhalten?

Ich fürchte: Nein. 1 Euro ist heute leider weniger wert als "mindestens Fr. 1.20". Da wird die Nationalbank viele, viele Euros aufkaufen müssen, um ihre Vorgabe realisieren zu können.

Donnerstag, 1. September 2011

Söldner Auf der Maur


Mein Freund Jost hat ein Buch geschrieben, das mehr enthält als "seine" Schwyzer Familiengeschichte. Sondern die erste, kleine, neutrale aber umfassende Darstellung über die Bedeutung des Söldnerwesen in der Schweiz.

Heute Abend ist Vernissage im Landesmuseum. Ich freue mich!

Dienstag, 30. August 2011

So lösen sich Schulden in Luft auf

Ein Philosph, hat's erfunden: Das Märchen von Peter Sloterdijk

Hier

Montag, 29. August 2011

Mein erstes E-Book

Immer wieder werde ich gefragt, ob es meine Bücher auch in elektronischer Form gebe. Endlich kann ich mit "Ja" antworten. Unser kleiner Echtzeit-Verlag bietet, vermutlich als erster Buchverlag der Schweiz, eine App für iPad an. Dort drauf gibt es alle unsere Bücher zur Ansicht. Und eben: Ein paar Exemplare zum Kauf.

Darunter: Mein Buch "Klassenwechsel" - Wie Kinder es weiter bringen als ihre Eltern.

Das E-Book kostet 19 Franken, das gedruckte Buch 28 Franken.

Jetzt kann man mir natürlich vorwerfen, ich sei inkonsequent. Bekanntlich bin ich kein Fan von Steve Jobs. Ich empfinde ihn als ziemlich eitel und mutmasslich gierig, während Bill Gates immerhin grosszügig spendet. Selbst bei meinem ersten E-Büchlein kassiert Appple eine satte Marge von 30 Prozent. Das sind 20 Prozent mehr als mein Autorenhonorar.

Warum geht unser kleiner Echtzeit Verlag trotzdem zu Apple, dem grössten Konzern der Welt?

Weil im App-Store für den Verlag immerhin 70 Prozent übrig bleiben. Anders beim Schweizer Buchhandel: Hier bleiben dem Verlag kümmerliche 46,5 Prozent, mit denen der Verelag den Druck, die Gestaltung, das Lektorat und das Korrektorat samt dem Autorenhonorar zahlen müsste.

So gesehen fördern Apple & Steve Jobs die Kultur - während die Schweizer Gross- & Kleinhändler still abzocken.

Vor allem aber zeigt dieses Rechen-Exempel, welche Konsequenzen die digitale Welt haben wird: Nicht unbedingt die Verlage werden untergehen. Aber die Buchhandlungen.

In der Musikindustrie ist dieser Trend bereits Geschichte: CD-Läden gibt es praktisch keine mehr.

Im Film-Business steht das Gleiche bevor: Kinos braucht es bald auch keine mehr. Trotzdem werden hoffentlich auch in Zukunft Filme gedreht. Zum Beispiel über das (zu) kurze Leben von Steve Jobs.

Freitag, 26. August 2011

Das Wort des Tages

Soll noch jemand sagen, mein Blog werde nicht gelesen. Gestern klagte ich über die miese Android-App von tagesanzeiger.ch.

Und siehe da: heute Vormittag klappte sie tadellos.Heute Nachmittag hingegen "hängt" sie schon wieder. Die Macher von tagesanzeiger.ch sind und bleiben auf Apple fixiert.

Das Wort des Tages kommt diesmal von Steve Jobs himself:


"Der Tod ist die beste Erfindung des Lebens. Er putzt das Alte weg und macht Platz für das Neue."

Auf geschnappt habe ich diesen Satz in der Print-Ausgabe des Tagesanzeigers.

Donnerstag, 25. August 2011

Blind hinter Jobs

Vor allem Medienkonzerne stehen bisher stramm hinter Apple. Freiwilliig werben Tagesanzeiger wie NZZ mit "Apps für iPad" und Apps für iPhone. Dass immer mehr Leute, vor allem Junge, von iProdukten zu Android ausweichen, schreiben Journalisten zwar im redaktionellen Teil. Aber im kommerziellen Bereich sehen ihre Konzerne darüber hinweg.

Bester Beleg dafür ist das Android-App von tagesanzeiger.ch. Gross angekündigt, funkionierte es die ersten drei Monate lang praktisch nie. Vor drei Wochen wurde eine neue App-Version präsentiert. Am Anfang klappte sie perfekt, inzischen "hängt" sie schon wieder.

Spätestens mit dem heutigen Abgang von Steve Jobs sollten die hiesigen Medienkonzerne besser nicht mehr blind hinter Apple herweibeln. Die Zukunft ist android.

Mittwoch, 24. August 2011

Das liberale Original

Soll die FDP mit der SVP Listenverbindungen eingehen? Soll sie in Zürich Christoph Blocher für den Ständerat vorschlagen?

Als Mitglied der FDP bin ich zwar Mitglied einer so genannten Verlierpartei. Aber ich will nicht Mitglied eines selbst erklärten "Juniorpartners" sein. Liberal sein heisst konsequent - und mutig! - sein. Da darf man zum Beispiel nicht die Personenfreizügigkeit mit der EU bekämpfen und die Grenzen mittels Kontingenten "gegen die Masseneinwanderung" schliessen wollen.

Sonntag, 21. August 2011

Nach dem Crash ist vor dem Crash

Türme, auf Sand aufgebaut, brechen ein. Staaten ebenfalls. Und mit den Staaten ihre Währungen samt den Aktienkursen der Welt.

So what. An Crashs haben wir uns längst gewöhnt, nicht weiter schlimm. Es sind immer nur "Buchverluste". Wer sich solche nicht leisten kann, soll bitte keine Aktien kaufen.

So what.

Doch es gibt Pensionskassen, die Aktien kaufen mussten, um politisch zu hoch angesetzte "Mindeszinssätze" erreichen zu können. Solcherart "unterdeckte" Pensionskassen können sich weitere "Buchverluste" kaum mehr leisten. Aber sie müssen.

Heute, morgen, übermorgen: Was auf Sand gebaut ist, geht irgendwann bankrott. Politisch versprochene Renten entpuppen sich dann als politisch versprochene Renten. Sogar in der kleinen Schweiz, dem einzigen Land Europas, welches die berühmten Maastrichter Kriterien eingehalten hat.



Donnerstag, 18. August 2011

Der "richtige" Wechselkurs

Der Schweizer Franken sei "massiv" überbewertet, heisst es rundum

Warum?

Ich war letzthin in New York und bestätige: gegenüber dem Dollar scheint mir der Franken tatsächlich etwas stark.

Letzthin war ich aber auch in München, Calvi auf Korsika und Genova. Dabei kam mir mir der Schweizer Franken wie ein Halbstarker vor.

Nun fordert die ganze Schweiz bis und mit Schiltknecht samt SVP die Nationalbank auf, unsere Währung fix an den Euro anzubinden mittels einer Untergrenze für den Euro.

Im Stil: "deutlich über 1.10".

Ich würde eher ein Zielband vorschlagen.

Zum Beispiel: "Der Euro schwankt zwischen Franken 1.00 und Franken 1.20."

Damit bliebe der Nationalbank ein Stück Flexibilität. Und die Export-Industrie wüsste, auf was sie sich einzustellen hat: auf mindestens einen halbstarken oder einen sackstarken Franken.

Etwas anders scheint mir nicht realistisch.Denn der Euro ist und bleibt ein Schwächling.

Dienstag, 16. August 2011

Nagel + Vergessen

Dirk Vaihinger, Verleger bei Nagel + Kimche, lobt heute in der NZZ die Buchpreisbindung und überhaupt neue staatliche Förderungen unter dem Motto "Kulturgut Buch". Das alte Klagelied der Buchhänder + Verleger. Und total vergessen geht, dass Nagel + Kimche, eine hundertprozentige Tochter des deutschen Grossverlags Hanser, vor kurzem von der Stiftung Pro Helvetia eine Gross-Subvention von immerhin 75'000 Franken erhalten hat.

Sonntag, 7. August 2011

Die Gläubiger

Wer konkurs geht, kommt immer besser weg als diejenigen, die das Geld zuvor geliefert haben. Bei der US-amerikanischen Immobilienblase haben einige grosse Banken geblutet, sogar in der Schweiz. Bevor diese Institute in den Konkurs gegangen wären, konnten sie nur mit neuem Geld gerettet werden, das letztlich von den Staaten kam.

In diesen Tagen und Monaten trifft es diejenigen, die so dumm waren, US-amerikanische Treasury Bills zu kaufen oder südeuropäische Staatsanleihen. Man muss kein Bedauern haben mit diesen Leuten, Ich zum Beispiel habe davor ausdrücklich gewarnt, wie im Blog nachzulesen wäre.

Ich will jetzt kein Rechthaber sein, ich erlaube mir nur, auf die älteste Lehre der ganzen Wirtschaftsgeschichte hinzuweisen: Die Dummen sind nie die Schuldner, immer die Gläubiger. Beim US-Staatsbankrott trifft es nun fleissige Chinesen (und einige Schweizer). Bei den europäischen Staatsbankrotten trifft es andere fleissige Europäer (und einige Schweizer).

Samstag, 6. August 2011

Neulich in New York

Man sieht dem Epizentrum einer Macht nicht an, wenn diese Macht gerade Pleite geht. Das überrascht nicht. Denn man sieht einer Person ja auch nicht an, wenn sie Pleite gegangen ist. Wer es einmal so weit bringt, dass er Pleite gehen kann, muss zuvor sehr reich gewesen sein. Und lebt danach allermeistens bestens.

Das Gleiche passiert mit Firmen. Bei den den GmbH s ist dieses Prinzip schon im Namen enthalten: Alle Gesellschafter haften nur beschränkt. Um danach munter weiter zu machen.

Bei Staaten funktioniert's haargenau gleich.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Neue Töne nach Oslo

Jetzt kommt der Patriotismus auf politisch korrekte Art.

Die SP ruft auf zum Open Air auf dem Bundesplatz mit Baschi & Noëmi Nadelmann.

SP-Nationalrat Max Chopard im O-Ton:

„Die SP will eine Schweiz für alle statt für wenige, das ist auch ein Ziel des Openairs auf dem Bundesplatz. Wir wollen helfen, Schranken zu überwinden: Schranken zwischen Jung und Alt, gesund und krank, zwischen In- und Ausländern.“

Mittwoch, 27. Juli 2011

Neulich in München

Spottbillig ist das Auswärts Essen, das Übernachten im Hotel, das Kaufen im Supermarkt nicht. So tief, wie Schweizer meinen, ist der Euro nicht gefallen. Und wenn vereinzelte Leute Unterschriften sammeln für die Wiedereinführung der D-Mark? Dann bestätigt auch das unsere Vorteile. Die meisten Münchner bummeln teilnahmslos weiter.

Bange wird mir, wenn das reiche Deutschland zum reichen Norden gehören soll, der den ganzen armen Süden aus dem Dreck ziehen muss. Wenn ich als Laie die Infrastruktur der wohlhabensten deutschen Stadt betrachte, sehe ich lauter U-Bahnstationen und Strassen in den Vororten, die eine Renovation brauchen könnten. Doch dazu fehlen die Euros. Nicht in Portugal oder Griechenland. In Deutschland.

Montag, 25. Juli 2011

Nach Oslo




Gestern traf ich einen Journalisten im Fitnes-Center. Ob er immer noch beim "Revolver-Blatt" arbeite, frage ich.

Wie ich das meine, gab er zurück.

Wegen Covers wie diesem.

Montag, 18. Juli 2011

Die Zeiten, sie ändern

Warum sind die Schweizer Uhren-Exporte nicht total eingebrochen? Weil die Uhrmacher immer wieder eine Idee haben.
eine Idee fürs Marketing.

Eine wie diese hier

Dienstag, 12. Juli 2011

Wie tief kann der Euro sinken?

Das hängt davon ab, wie hoch andere Währungen steigen können. Und weil der Dollar, das Pfund, der Yen keine ernsthafte Alternativen darstellen......

Donnerstag, 7. Juli 2011

Einfach pauschal

Nicht erwerbstätige Ausländer haben es gut. Nicht, weil sie wenig Steuern zahlen müssen.

Sondern weil sie von der Streuverwaltung pauschal behandelt werden. Sie dürfen den Eigenmietwert ihrer Residenzen oder die Mietkosten ihrer Appartements angeben. Basta. Anschliessend wird dieser Wert mit 5 multipliziert, bald vielleicht mit 7. Die Summe ergibt eine Art "Einkommen", das zum Satz besteuert wird, der auch für uns gilt.

Gleiche Rechte für alle? Ich persönlich fände es schön, ich würde behandelt wie ein Ausländer. Erstens würde ich ein bischen Steuern sparen. Und zweitens und vor allem wäre ich eine Bürde lost: Das Ausfüllen der Formulare und das Einreichen der Belege, was hier zu Lande "Steuererklärung" genannt wird.

Freitag, 1. Juli 2011

Kaspar


Das Beste an Villiger ist sein Gefühl für den Rücktritt im gerade noch letzten möglichen Moment. Das war schon im Bundesrat so.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Neulich traf ich Richard Taylor

Wir sprachen über Alzheimer.

Eindrücklich wars.

Sehr eindrücklich.

Unser Gespräch im Volltext: Hier

Alles über Richard Taylor: Hier.


Mittwoch, 29. Juni 2011

Der Euro hat Zukunft!

Früher gab ich an dieser Stelle Prognosen ab. Der Euro werde sinken von "deutlich über 1.50" auf "deutlich über 1.40" zu "deutlich über 1.30" bis zu "deutlich über 1.20", wo er im Vergleich zum Franken noch nicht gelandet ist. Er sinkt ein wenig weiter.

Untergehen wird der Euro so wenig wie die Europäische Union. Vielleicht werden ein paar Staaten ausgeschlossen, so etwas ist bei vereinigten Staaten nie auszuschliessen.Aber deswegen geht die Welt nirgendwo unter. Während hier im Land des sackstarken Frankens die Zinsen weiterhin schön tief bleiben.

Und welche Konsequenzen zieht daraus der kleine Anleger?

Früher gab ich an dieser Stelle Tipps ab. Keine Aktien mehr, keine Dollars, keine Euros,keine Yen. Bav ausharren in Schweizer Franken in Zeiten, da Anlagesparkonti 1 Prozent rentieren. Wer eine Hypothek und zu viel Geld hat, zahlt die Hypothek ab. Wer zu viel Geld, aber keine Hypothek hat, schaut sich auf dem Immobilienmarkt um. Und kauft nur jene vier Wände, in die man selber einziehen möchte. Dann macht man sicher nichts falsch.

So long

Freitag, 24. Juni 2011

Boycott Israel?

Was ist ethisch, was unethisch? Diese alte Frage wird immer wieder neu gestellt.

Zur Zeit machen in der Schweiz Linke mobil unter dem Titel "Israelische Produkte? Kaufe ich nie!"

Wörtlich heisst es: "Mit einer Unterschrifteinsammlung werden die beiden grössten Detailhändler (gemeint sind Coop und Migros) aufgerufen, bei der Wahl ihrer Lieferanten ihren ethischen Grundsätzen zu folgen..."

Gaht's no?

Donnerstag, 23. Juni 2011

Gahts no?

Dürfen Fürsorge-Empfänger ein Fahrzeug halten?
Ungern verweise ich auf den Kommentar im heutigen Tages-Anzeiger. Ruedi Baumann zeigt, was angeblich "liberale" Parteien wie SVP und leider auch FDP unter Begriffen wie "mehr Freiheit" und "mehr Selbstverantwortung" verstehen. Sobald es um "Arme" geht, fordern die Populisten neue dumme Paragrafen, die sie, wenn sie selber davon betroffen wären, "bürokratisch" schimpfen würden.

Warum, zum Beispiel, soll einem Fürsorgeempfänger eine Vespa verboten sein.? - "Gahts no?", fragt der Zürcher Freisinn in anderem Zusammenhang.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Über Gott und die Welt Nummer 1


Kaum einer spielt mit dem Racket so virtuos wie Roger Federer, und keiner hat hierzulande ein lockereres Mundwerk als der Wortzauberer und Poet Christian Uetz. Da die beiden ausserdem den Geburtstag teilen, lag nichts näher als eine poetische Hommage des Sprachvirtuosen an den Ballvirtuosen.

Roman Bucheli in der NZZ von heute.

Morgen Donnerstag, 19 Uhr: Vernissage im Westflügel
Buch-Sonderpreis

Donnerstag, 9. Juni 2011

In eigener Sache

Es gibt bekanntlich Journalisten, die fordern von andern Journalisten Transparenz. Die wollen zum Beispiel erfahren, welcher Partei andere Journalisten nahe stehen, insbesondere wenn diese beim SRF, dem Schweizer Radio und Fernsehen, arbeiten.

Ich arbeite nicht beim SRF, und ich stehe auch keiner Partei nahe. Sondern ich bin einer solchen beigetreten. Das war im Januar. Und jetzt sitze ich schon im Vorstand, so schnell geht das in einer Kreispartei. Hier.

Warum ich politisch aktiv werde - ausgerechnet in einer Verliererpartei - das wäre eine längere Ausführung, die ich irgendwann nachholen werde.

Gleichzeitig gebe ich hiermit, aus Gründen der Transparenz, bekannt, dass ich seit einiger Zeit eine Rente der Invalidenvericherung beziehe. Und das, obschon ich wieder arbeite, freilich zu einem "reduzierten Pensum". Gerade deswegen erhalte ich die Rente. Wie so etwas genau berechnet wird - auch das wäre eine längere Ausführung, die ich irgendwann nachholen werde.

Montag, 6. Juni 2011

Die 45 wichtigste Künstlerin der Schweiz

Auf der Liste der Bilanz gibt es auf den hinteren Rängen immer wieder beachtliche Aufsteigerinnen, deren "Marktwert" damit explodiert. Dieses Jahr ist die Fotoartistin Isabelle Krieg von Platz 71 auf Rang 45 vorgestossen.


Trotzdem gibt es weiterhin ein bezahlbares Werk von Isabelle Krieg im Angebot, das sich sogar als Mitbringsel zu einer Einladung für ein kommunes Nachtessen eignet: Hier

Sonntag, 5. Juni 2011

Köppel, Blocher, Wagner, Ospel & Tettamanti

Die Frage der Personenfreizügigkeit und der damit verbundenen Aufkündigung des bilateralen Weges spaltet die politische,intellektuelle und unternehmerische Rechte im Land.

Blocher & Köppel, wie üblich Tandem fahrend, wollen die Personenfreizügigkeit mit der EU aufgeben und damit den bilateralen Weg verlassen, den die Schweiz nach dem von Blocher erkämpften Nein zum EWR erfolgreich gegangen ist.

Dagegen stellt sich nun der freisinnige Medienanwalt Wagner aus Basel.

Der freigeistige Tito Tettamanti, als Medienmogul bis jetzt mit Wagner & Blocher Tandem fahrend, war einmal ein EWR-Befürworter und damit ein Gegner Blochers. Tito Tettamanti ist bis heute ein radikaler EU-Skeptiker geblieben (siehe hier).

Aber ist der Tessiner Tettamanti, der seinen Steuerwohnsitz in London hat, ebenfalls gegen die Personenfreizügigkeit mit der EU?

Ich vermute: eher nein.

Es wird auf jeden Fall interessant sein, wie sich Köppel, Blocher, Tattamanti & Co. weiter zerstreiten werden.

Der Wirbel um die "Basler Zeitung" war hier nur ein erster Test. Marcel Ospel, an dessen Hochzeit Blocher getanzt hat, scheint sich auf die Seite Blochers zu schlagen, indem er als Moritz Suters Co-Pilot in die "Basler Zeitung" eingestiegen ist. Bei Markus Somm wenigstens ist wie üblich alles klar. Der fuhr und fährt den Slalom seit langem parallel zu Blocher & Köppel.

Samstag, 4. Juni 2011

Die Stromlücke, ein Phantom

Traurig, aber wahr: Weil zur Zeit ein Haufen Unsinn über eine drohende, so genannte "Stromlücke" zu lesen ist, muss ich als überzeugter Marktwirtschafter auf die linke Wochenzeitung verweisen. In der neuen Nummer schreibt Marcel Hänggi, wie sich das Problem der Knappheit im Kapitalismus von allein löst: über höhere Preise.

Volltext

Freitag, 3. Juni 2011

Zur Personenfreizügigkeit (5)

"Magnet Schweiz" : dieses erfreuliche Fazit lässt sich aus allen bisherigen Erfahrungen mit der Personenfreizügigkeit ziehen. Mehr dazu im neuen, schönen Falt-Prospekt von Avenir Suiss, das die Propagandamaschinerie von SVP & Weltwoche Faktenreich widerlegt.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Zur Personenfreizügigkeit (4)

Ich wollte mal für zwei drei Jahre anderswo arbeiten, um richtig Englisch zu lernen. Ich dachte an London und New York. Sogleich reiste ich nach London und New York, um mich auf dem dortigen Wohnungsmarkt um zuschauen.

Ich blieb dann in Zürich. Leider. Denn ich habe bis heute nie richtig Englisch gelernt.

Immerhin zeigt mein Fall: Es gibt auch abschreckende Signale für potenzielle Einwanderer. Alles hat seinen Preis. Das teure Wohnen in der Schweiz, das mit zunehmender Einwanderung noch teurer wird, garantiert uns allen, dass das Boot nie voll wird. Nie.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Zur Personenfreizügigkeit (3)

Ich glaube nicht, dass der freie Markt alles von allein regelt. Aber ein freier Markt hilft viel.

Dass so viele Ausländer in der Schweiz dringen, liegt sicher daran, dass hier höchste Löhne bezahlt werden.

Höchste Löhne gibt es, so lange die Schweizer Export-Industrie konkurrenzfähig bleibt.


Weil klügste Köpfe einwandern, bleibt die Schweizer Exportwirtschaft konkurrenzfähig, können weiterhin höchste Löhne bezahlt werden.

Wer so viel Geld verdient wie Inländer und Ausländer in der Schweiz, kann sich etwas leisten. An vorderer Stelle ist das Wohnraum.

Nun ist die Schweiz ein kleines Land, das breits dicht zersiedelt ist. Logischerweise steigen die Mieten und Landpreise stark.

Diese teuren Wohnungen bedeuten, dass sich nur Einwanderer niederlassen, die "genug" Geld verdienen. Das sind die klügsten Köpfe.

Klügste Köpfe garantieren, dass die Schweiz international konkurrenzfähig bleibt und weiterhin höchste Löhne zahlen kann. Von denen auch wir Inländer profitieren.

Aber wir Inländer müssen etwas leisten. Wir müssen den Wettbewerb bestehen. Den Wettbewerb mit den klugen Einwanderern.

Wenn die SVP nun, ideologisch unterstützt von der "Weltwoche", Kontingente oder gar Eintrittsprüfungen für Einwanderer verlangt, so glauben diese Kreise nicht an die Selbstregulierungskräfte des freien Markts.

Ich hingegen schon.

Dienstag, 31. Mai 2011

Zur Personnenfreizügigkeit (2)

Es gibt kein Entweder Oder.

Es gibt "zu viele" von vielen.

"Zu viele" Moslems in "zu vielen" Minaretten. "Zu viele" hochqualifizierte Ausländer. "Zu viele" nichtqualfizierte Ausländer. "Zu viele" jüdische Friedhöfe. "Zu viele" Wirtschaftflüchtlinge, die keine Landessprache sprechen. "Zu viele" Deutsche, so wie es früher "zu viele" Italiener gab.

Nur von einer Kategorie gibt es garade "richtig wenige": von uns Inländern.

Montag, 30. Mai 2011

Zur Personenfreizügigkeit

Entweder oder.

Entweder es dringen in Folge der Personenfreizügigkeit "zu viele" unqualifizierte EU-Ausländer in die Schweiz, wie "Weltwoche" & SVP zu belegen versuchen. Darum finden die Landwirtschaftsbetriebe, das Gast- und das übrige SVP-Gwerbe jederzeit genug Leute, die zu tiefsten Löhnen arbeiten.

Oder es dringen in Folge der Perssonenfreizügitkeit "zu viele" hochqualitizierte EU-Ausländer in die Schweiz. Darum finden die Immobilien-Investoren, Hausbeitzer und die übrigen SVP-Landeigentümer jederzeit genug Leute, die sich teuerste Mieten und Quadratmeterpreise leisten.

Samstag, 14. Mai 2011

Das Wort des Tages zur Kunkunft der FDP

"Der Kreisel ist effizienter als die Ampel".

Franz Steinegger

Andere schöne Statements finden sich im Artikel von Daniel Ryser im heutigen Magazin. Da steht alles drin, was die FDP früher stark gemacht hat und auch in Zukunft stark machen kann: Radikal liberal heisst die Lösung. Es ist mir persönlich egal, wenn der Wähleranteil kurzfristig weiter sinken sollte. Hauptsache, die FDP wird wieder das, was sie war: radikal liberal, jenseits aller Lobbyseinflüsterer und Sonderzügleinfahrer. Dann hat die Partei sogar eine Zukunft.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Hypnotische Hommage


Heute empfehle ich das neue Buch unseres Echtzeit-Verlags. Wenige Worte in drei Sprachen mit vielen Bildern. Diese Bilder sind "von einer hypnotischen Tiefe" Mehr dazu im "Magazin"von heute.

Buch bestellen


Donnerstag, 5. Mai 2011

Rettet die AHV!

Die Zukunft der AHV sei abhängig von der Konjunktur resp. vom wirtschaftlichen Wachstum, lesen wir heute in der Zeitung.

Dabei müssten wir lesen: Die Zukunft der AHV ist abhängig von politischen Entscheiden. Nämlich von der Personenfreizügigkeit mit der EU. Gäbe es keine Einwanderung, gäbe es keinen positiven Strukturwandel (hin zu Jobs mit hohen Löhnen) - die AHV stünde nicht so gut da.

Mir fällt auf: Zur Zeit melden sich einige journalistisch tätige Wachstumskritiker zu Wort: Philipp Löpfe, Werner Vontobel, Hanspeter Guggenbühl, Urs P. Gasche. Und fordern mehr oder weniger offen eine nicht länger so offene Schweiz. Also eine Schweiz mit weniger Einwanderung und daraus folgend eher negativem Strukturwandel: hin zu tieferen Löhnen.

Falls die AHV ihre Leistungen logischerweise abbauen müsste, werden sich folgende journalistisch tätige Kritiker prominent zu Wort melden: Philipp Löpfe, Werner Vontobel, Hanspeter Guggenbühl, Urs P. Gasche.

Montag, 2. Mai 2011

Bürgerpflicht, Bürgerrecht

Übers Wochenende habe ich die Steuererklärung ausgefüllt. Jetzt muss ich nur noch ein paar wenige Belege suchen, dann habe ich es geschafft.

Demnächst habe ich vor, brieflich abzustimmen. Dieses Mal soll es im Kanton Zürich ähnlich kompliziert sein wie wenn man in einem andern Kanton zu einem Sechzehntel an einem renovationsbedürftigen Chalet mitbeteiligt ist und diesen Sachverhalt korrekt deklarieren möchte.

Mittwoch, 27. April 2011

Klapproths Geplapper

Gestern wieder mal "10 vor 10" gesehen. Ein ehemaliger Fernsehmitarbeiter darf sein privates Reiseunternehmen vorstellen. Und gibt die Information preis, dass die der hohe Anteil der Jugendlichen unter den Demonstranten in Syrien von der Demografie herkomme. Das wissen wir seit Tunesien, Jemen und Ägypten selber. In den Nachrichten reiht Klapproth Zahlen aneinander über Verschuldungsquoten verschiedener EU-Staaten in Prozent. In Prozent von was, sagt uns niemand. Dann gibts einen Beitrag über die Tour des Wahlkämpfers Toni Brunner im Schneefall - ein Film vom Februar. Die relevanteste News von gestern ist eine Vorhersage eines Meteo-Moderators im trockenen Gebüsch über die zu erwartenden Regenfälle im nächsten Sommer. Der grosse Rest: Klapproths übliche Kalauer: mässig lustig, saftig betont.

10 vor 10: Höchste Zeit zum Abschalten!

Samstag, 16. April 2011

Lockvogel Gymnasium


Höchste Zeit, dass Eltern begreifen, dass ihre Kinder die Gymi-Prüfung nicht unbedingt bestehen müssen. Im Gegenteil . Der neue "Königsweg" geht so: Berufslehre, Berufsmatur, Fachhochschule. Wer das schafft, hat alles im Sack: Praxis, Theorie - und am Ende meist mehr Lohn als die traditionellen Akademiker.

Vor allem aber ist dieser Weg offen für alle:

Auch für Buben, denen unsere sprachlastigen Gymasien den Zugang versperren.

Und sogar für Jugendliche, die keine Eltern haben, die ihrerseits schon an einer Universtität studiert haben. Also für Einwanderer und Secondos.

Richtig: All das steht im Magazin von heute. All das habe ich schon in einem Buch behauptet (hier).

Schön ist einfach , dass ich dafür zitiert werde. Danke!

Freitag, 15. April 2011

Lockvogel Polizei

Die Stadtzürcher Politzisten blasen ab heute zu eine einem einzigartigen sozialen Experiment, das weltweit für Furore sorgen wird:

Was geschieht, wenn die Ordnungsmacht bei kleinen Vergehen keine Ordnungsbussen mehr verhängt? Brechen dann alle Dämme?

Oder passiert überhaupt nichts, weil sich die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Geld-Androhung anständig und rücksichtsvoll verhalten?

Ich tippe auf das Zweite.

Donnerstag, 14. April 2011

Lockvogel Credit Suisse

Höchste Zeit, ein neues Konto zu eröffnen: "2,25 Prozent" sehe ich gross auf den Plakaten. Eine schönes "Premium"-Angebot, denk ich.

Im Kleingedruckten steht: Dieser maximale Zins gilt nur nur für Gelder, die neu herein kommen. Man darf bis 100'000 Franken einzahlen, dann fliesst dieser Zins sechs Monate lang. Danach ist Schluss. Danach gilt wieder der stinknormale Sparzins, bei der Credit Suisse maximal 1 Prozent für ein Zinsstufen-Anlage-Konto.

Was erreicht die Credit Suisse damit? Mein persönlicher CS-Berater Marc erklärt es so: "Wir verärgern die bisherigen Kunden. Die rennen mir die Türen ein, sie wollen ihre bestehende Konti in Premium-Kont umwandeln. Doch das dürfen wir nicht".

Besonders ärgern sich jene Kunden, die vor kurzem ers ein neues Konto eröffnet haben.

Und die Moral von der Aktion: Was sich Swisscom, Sunrise und Orange erlauben, sollte eine Bank nicht nachahmen. Es ist auf lange Sicht kaum klug, die neuen Kunden zu belohnen - und die alten zu bestrafen.

Mittwoch, 13. April 2011

Lockvogel VW

Höchste Zeit, ein neues Auto zu kaufen: "5000 Franken Umwelt-Rabatt" sehe ich gross auf den Plakaten. Eine schöne "Schrottprämie", denk ich.

Im Kleingedruckten steht: Dieser maximale Rabatt gilt nur für die Limousine Phaeton:(auf deutsch: "die Strahlende"). Sie ist ab 96'000 Franken im Angebot, wiegt mehr als zwei Tonnen schwer und stellt mit einem Benzin-Verbrauch zwischen 8 und 16 Litern pro Kilometer sicher nicht das Umwelt-verträgliche Modell dar, das man besser heute als morgen postet.

Freitag, 8. April 2011

Fall Freisinn (4)

Heute erahlte ich einen Brief der Zürcher FDP, gerichtet an alle Mitglieder. Darin erfahre ich, dass sich eine "Richtungsänderung oder neue Programme" nicht aufdrängen. Der Rest tönt nach Durchhalteparole: "Wir haben zusammen gekämpft, zusammen verloren und wir stehen zusammen wieder auf!"

Nur etwas soll sich ändern: Die FDP wird "prägnanter", fokussierter und auch lauter auftreten".

Mir persönlich genügt es eigentlich schon, die FDP würde prägnant, fokussiert, laut auftreten.

Um welche Inhalte aber geht es?

"Gesunde Finanzen, tiefere Steuern, sichere Arbeitsplätze und Sozialwerke, eine realistische Energie- und Umweltpolitik, Abbau sinnloser Bürokratie". Und nicht vergessen: "Die Freisinnigen stehen für den bilateralen Weg und gegen den EU-Beitritt".

Diese Botschaft sollen wir "in Leserbriefen, Blogs, Online-Foren etc" verbreiten - "laut und mit Überzeugung!"

. Was ich hiermit tue. Um noch zu ergänzen:

Auf diese Weise werden wir Freisinnigen auch die nächsten Wahlen verlieren.

Donnerstag, 7. April 2011

Fall Freisinn (3)

Seit dem Erfolg der SVP schielte die FDP auf die SVP. Das kam bei uns Freisinnigen schlecht an.

Mit dem Erfolg der Grünliberalen schielt die FDP auf die Grünliberalen. Das kommt bei uns Freisinnigen schlecht an.

Wir wollen, dass Freisinn Freisinn bleibt. Radikal, liberal, weltoffen. Die alte Parole "Mehr Freiheit, weniger Staat" muss ins 21. Jahrhundert übersetzt werden.

Heute fordern wir eine starken Staat. Damit alle Menschen die gleichen Startchancen haben, um sich im freien Wettbewerb zu behaupten. Zu diesem Zweck braucht es Infrastruktur: Schulen, Spitäler, öffentlicher Verkehr, soziale Mindeststandards, mit denen alle auskommen können).

Wir Freisinnige wünschen so wenige Vorschriften wie nötig und so "richtige" Preise wie möglich: ökologische Steuern wirken gegen die Umweltzerstörung, ökologischen Subventionen nützen der Landwirtschaft.

Wir vertrauen dem freien Markt, aber nicht blind. Konsequent kämpfen wir gegen Kartelle, Monopole, Handeslabarrieren. Schliesslich haben wir alle erfahrenen: Grossbanken bergen wie Atomkraftwerke Grossrisiken (für die im Ernstfall kein "Eigentümer" gerade steht oder gar haften muss.

So viel zum Programmatischen.

Jetzt zum Praktischen :Die FDP überlegt sich, das Referendums gegen die Buchpreisbindung zu ergreifen. Sonst habe ich in den letzten Wochen und Monaten leider nichts gehört.

Mittwoch, 6. April 2011

Fall Feisinn (2)

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die FDP positioniert sich mit Blick auf die eidgenössischen Oktober-Wahlen unter dem Stichwort "Bürokratie-Stopp". Das tönt gut. Damit die Partei beim Publikum ankommt, lanciert sie eine Volksinitiative. Das verspricht viel.

Konkret sollen zwei neue Artikel, die in die Bundesverfassung aufgenommen werden. Wörtlich heisst es: "...Jede Person hat Anspruch darauf, dass: a. Gesetze verständlich sind und einfach, unbürokratisch und effizient angewandt werden; b. Verwaltungen und Gerichte ihre Angelegenheiten schnell, einfach und unbürokratisch behandeln. …Dazu treffen sie Massnahmen, um die Regelungsdichte und die administrative Belastung für die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten; sie berücksichtigen dabei insbesondere die Anliegen der Kleinst- bis mittelgrossen Unternehmen..."

Das wär's schon. Ist jemand dagegen? Nein. Wird damit die Bürokratie gestoppt? Kaum. Und was passiert, wenn diese Initiative beim Volk durchkommt? Es werden zwei weitere Paragrafen geschaffen, die man zwecks Bürokratie-Stopp ebenso gut streichen könnte. Ohne dass es jemand merkt.

Dienstag, 5. April 2011

Fall Freisinn

Als neues Mitglied des alten Zürcher Zürcher Freisinns gehörte ich zur Minderheit, die vergangenes Wochenende gewählt hat - sogar linientreu.

Doch je länger der Wahlkampf andauerte, je mehr Werbematerial in meinen Briefkasten flatterte, umso stärker habe ich mich gefragt: Warum soll ich ausgerechnet FDP wählen?

Auf allen Broschüren, Inseraten, Flyers das gleiche Bild: Bieder. Steif. Herausgeputzt. Nichtssagend.

Wäre ich Konsulent, würde ich raten:

Die FDP muss nicht unbedingt anders antreten. Sie müsste zunächst einmal auftreten. Mit Personen, die sich wohl fühlen in den Kleidern, in denen sie sich fotografieren lassen. Mit Personen, die etwas zu sagen haben. Und wenn sie schon keine Ideen haben sollten, dann muss ihnen halt ein Werbetexter einen halbwegs klingenden Satz in den Mund legen.


Es lag sicher nicht am Geld, dass der Zürcher Freisinn die Zürcher Wahlen verloren hat. Viel eher daran , wie die Partei ihre Mittel eingesetzt hat.

Montag, 4. April 2011

Grün wählen! Grün leben?

Nach den Wahlen im Kanton Zürich stellen sich alte Fragen neu - aus linker wie aus liberaler Sicht.

Denn eigentlich müssten wir doch konsequent sein - als Individuum wie als Gesellschaft.

Die "Südeutsche" brachte dazu eine schönen Kommentar. Mehr....

Freitag, 1. April 2011

So sparen wir Mühleberg


Mein kleiner Beitrag
zur grossen Debatte:


Hier

Mittwoch, 30. März 2011

Zur Verpolitisierung der Nationalbank

Dass Politiker sich an das Geld der Zentralbank heran machen, ist nicht neu. Das kennen wir von manchen Bananrepubliken oder säbelrasselnden Diktatoren.

Aber in der Schweiz?

Da spielt der gleichen Mechanismus auch. "Umverteilung" lautet das Motiv. Früher wollte die Linke mit Hilfe der Nationalbank-Gewinne die AHV retten. Heute kommt der Angriff aus der nationalkonservativen Ecke. Diesmal geht es um die Sicherung der Subventionen zu Gunsten der Bauern und der Randregionen.

Schon die Verteilung der Golderlöse der Nationalbank wurden dazu benutzt, die Inner- und Ostschweizer Wählerhochburgen der SVP zu alimentieren. Das wird meistens grosszügig unterschlagen und selten offen erklärt.Ich habe das vor fünf Jahren versucht, ausgerechnet in der "Weltwoche".

......Mehr


Montag, 28. März 2011

Wer ist hier der "Falschmünzer"?


Der Journalist Roger Köppel, der meines Wissens nicht Ökonomie studiert hat, wirft Philipp Hildebrand, dem obersten Chef der Nationalbank, vor, dass er nicht Ökonomie, sondern Politologie studiert habe, also von der Vokswirtschaftslehre wenig verstehe und soeben das "Volksvermögen" verspekuliert habe. Der Journalist Daniel Binswanger, der meines Wissens auch nicht Ökonomie studiert hat, wirft via "Magazin" Roger Köppel vor, dass dieser von Ökonomie keine Ahnung habe und deswegen einen Philipp Hildebrand besser nicht als "Falschmünzer" brandmarke. Dr. jur. Christoph Blocher wiederum, der Grosse Einflüsterer der "Weltwoche" im Vordergrund, steht unter hintergründiger Einflüsterung seines früheren Geschäftspartners und heutigen Weltwoche"-Kolumnisten Kurt Schiltknecht, der den Rang eines "Professors" trägt, was für einmal kein Schimpfwort ist.

Ich, der selber Ökonomie studiert hat, wage die Einschätzung, dass Schiltknecht, bei dem ich an der Universität Basel einige Seminare besucht habe, zwar seine neuesten Kolumnen nicht mehr in jedem Fall konzis verfasst, von der Sache aber mehr versteht als Roger Köppel und Daniel Binswanger zusammen.


Zum Glück gibt's noch Ökonominnen und Ökonomen, die fachlich wie sprachlich fein argumentieren. Ich empfehle den Kommentar von Monika Bütler: Volltext

Samstag, 26. März 2011

Was ist Kernkraft?

Es gab mal eine Zeit, da nannte man ein Atomkraftwerk Atomkraftwerk. Dann erfanden die Befürworter ein neues Wort dafür: "Kernkraftwerk", abgekürzt KKW.

Das war ein typisches Tarnwort und überdies unpräzis. Wenn schon, hätte man von einem Kernspaltungskraftwerk sprechen müssen.

In diesen Tagen reden fast alle Klartext. Ein Atomkraftwerk ist wieder ein Atomkraftwerk, abgekürzt AKW. Und alle wissen, was damit gemeint ist.

Schliesslich war eine Atombombe auch immer eine Atombombe. Und nie eine "Kernbombe". Denn mit einem Apfel oder einer Birne hat eine Bombe so wenig zu tun wie Mühleberg (hoffentlich!) mit Fukushima.

Frei aus der Erinnerung zitiert nach
Wolf Schneider: "Deutsch für Profis"

Dienstag, 22. März 2011

Die Atomkraft und der Staat

Grossbanken sollen für das Gross-Risiko, das sie für den Fianzmarkt darstellen, selber haften. Dann gäbe es keine zwei so grossen Banken mehr, welche die Schweizer Steuerzahler in der Not retten müssen.

AKW-Betreiber sollen für das Restrisiko, das sie bergen, haften. Dann gäbe es in der Schweiz und anderswo bald keinen Atomstrom mehr. Weil keine Versicherung der Welt so etwas übernimmt.

Warum verlangen jetzt alle, dass der Staat AKW's verbietet? Es würde genügen, wenn der Staat die AKW-Betreiber zur Schadensversicherung verpflichtet.

Mehr von der NZZ

Freitag, 18. März 2011

Zum Kartell der Buchhändler und Verleger

Der Schweizerische Buchhändler- und Verleger-Verband hat mit seiner jahrelangen und Millionen-teuren Kampagne nun also doch noch Erfolg gehabt: Die Buchpreisbindung wird von Staates wegen wieder eingeführt. Das zeigt zweierlei:

- wie weit weg sich diese Leute von der Internet-Realität entfernt haben. Mehr....

- Wie wenig Buchhändler und Buchverleger gemeinsam haben.

Dass Buchhändler den Preis-Wettbewerb unterbinden wollen, ist nur logisch.

Dass Buchverleger bei diesem unfairen Spiel mitmachen, ist dumm. Verleger müssen nachrechnen, wie wenig Gewinn übrig bleibt, nachdem die Buchhändler ihre fixen Margen eingezogen haben.

Wenn die Buchhändler und Verleger heute gemeinsam mit einem Gläschen auf ihren "Sieg" anstossen, wünsche ich: Prost

Und wiederhole meine Prognose zum vorläufig letzten Mal:

In drei bis fünf Jahren gibt es in der ganzen Schweiz vielleicht noch drei bis fünf Lokale, in denen gedruckte Bücher käuflich sind. Wer das nicht lesen will, wird seinen Laden trotzdem schliessen müssen.

Dienstag, 15. März 2011

GAU, GAUer am GAUsten

Max Firsch zum Super-GAU:

"Katastrophen kennt allein der Mensch,
sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen."

aus: Der Mensch erscheint im Holozän

Montag, 14. März 2011

Pause


Was soll man noch bloggen in diesen Tagen?

Zur Zeit lese ich ein Buch von Max Frisch, was ganz gut seinen Jubiläen passt. "Der Mensch erscheint im Holozän", das ganz gut zu den Bildern aus Japan passt.

So long.

Mittwoch, 9. März 2011

Die Welt entdecken. Discover the World









Die Künstlerin Isabelle Krieg gibt im Eigenverlag ein dünnes Buch heraus. Es gerät in die Hände meines Freunds Wendelin Hess und begeistert ihn auf den zweiten Blick. Ein grosses Werk, das ohne ein einziges Wort auskommt. Jetzt verlegt es unser kleiner Echtzeit Verlag neu: Es soll die Welt erobern.

Bestellen

Freitag, 4. März 2011

Zur Buchpreisbindung

Es scheint, dass der Schweizer Buchhandel sein Ziel erreicht und das Preiskartell bewahren kann. Das hilft zwar niemandem, zuletzt den Autorinnen und Autoren, die das "Kulturgut Buch" schaffen.
Aber es wird auch den Buchhändlerinnen und Buchhändlern selber nichts nützen. So wie es bald keinen einzigen Platten- und CD-Läden mehr gibt, so werden Buchläden verschwinden. Alle.

Ist das schlimm?

Nein. "Musik" gibt es weiterhin. Nur in anderer Form. Wir laden uns das "Kulturgut" herunter. Manchmal zahlen wir sogar dafür.

Läuft es mit "Büchern" irgendwann ähnlich?

Falsch. Es läuft heute schon so.

Mehr...

Sonntag, 27. Februar 2011

Corrigenda

Kurt W. Zimmermann ist nicht neu im Club der eitlen Journalisten. Er hat schon zwei andere Bücher verbrochen: zum Thema Golf.


Zimmis neues Werk: Hier

Donnerstag, 10. Februar 2011

Lieber Kurt W. Zimmermann

Warum schreiben Journalisten Bücher?, hast Du am 20. April 2006 in der "Weltwoche" gefragt.

Deine Antwort damals:
"Meistens ist es reine Eitelkeit."

Deine Schlussfolgerung damals:

"So, das wäre geklärt. Und jetzt rufe ich ein paar Verlage an. Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass die Medienkolumnen der Weltwoche auch in Buchform erscheinen."

Heute lese ich in der Weltwoche: Die Zeit ist reif. Orell Füssli bringt Dein Buch.

Lieber Kurt, Herzlich willkommen im Club der reinen Eitlen

Mittwoch, 9. Februar 2011

Berlusconi & Blocher

Zwei Politiker. Einer legt sogar offen, welche Medien er beherrscht.

Dienstag, 1. Februar 2011

Kann Martin Suter schreiben?

Keine Frage.

Was Literaturkritiker nicht verputzen können, ist der Umstand, dass diese erfolgreichen Romane von einem geschrieben werden. der nicht einmal Journalist war. Sondern Werbetexter. Der, was längst vergessen ist, aus der Reklame für Käse ein Stück Kunst gemacht hat. Der nebenbei immer ein Loch fand, um für Stephan Eicher oder Michael von der Heide einen Song zu schreiben. Oder ein Drehbuch für Daniel Schmid.

Ich wenigstens kenne keinen, der die Form des Dialogs so beherrscht wie Martin Suter. Schon gar keinen Literaturkritiker.

Montag, 31. Januar 2011

Buchhändler aufgepasst!

Dieser Buch-Tipp ist interessant für zwei Zielgruppen:

Erstens für Politikerinnen und Politiker, die den Wahlkampf gewinnen wollen.


Zweitens für Buchhändlerinnen und Buchhändler, die überleben wollen. Hier erscheint ein Buch, das ausschliesslich via Internet erhältlich ist.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Der Laie und die Novartis

Gute Nachrichten aus dem Campus. Erstmals übertrifft der Umsatz 50 Milliarden, erstmals steigt der Gewinn auf fast 10 Milliarden. Macht nach Adam Riese eine Umsatzrendite von 20 Prozent.

Zeichen des Erfolgs?

Nein. Der Aktienkurs der Novartis sackt heute, am Tag der "guten Nachrichten", um 2,4 Prozent ein.

Himmel! Dorthin müssen die Bäume wachsen, bis "Finanzmarktteilnehmer" befriedigt sind.

Montag, 24. Januar 2011

Wer ist hier krank?

Die spannendst Geschichte seit langem stand im "Magazin" vom Samstag. Sara leidet unter Epilepsie. Bis die Ärzte herausfinden, dass ihre Mutter seit langem krank ist.



Ich habe neulich eine umgekehrte Geschichte erzählt. Carla leidet unter Epilepsie. Und ihre Mutter bekommt kurz Angst, dass sie als "hysterische" Mutter hingestellt wird.
Hier

Sonntag, 16. Januar 2011

Neue Mode

Die Marke FDP kommt in Fahrt. Heute lese ich, dass Herzchirurg Thierry Carrell neu dabei ist. Seit wenigen Wochen ist Werber Hermann Strittmatter an Bord. Auf geht's!

Samstag, 15. Januar 2011

Hallo FDP

Ab und zu muss man im Leben etwas zum ersten Mal machen. Also bin ich, wie angekündigt, heute einer politischen Partei beigetreten.

Warum? Das wäre eine längere Ausführung, die den Platz hier sprengt.

Ob ich nun zur Ochsentour ansetze? Schulpflege? Gemeinderat? Kantonsrat? Abwarten!

Montag, 10. Januar 2011

Die Reportage des Jahres

Erstmals vergibt unser Echtzeit Verlag einen Buchpreis.
Ausschreibung: Hier

Donnerstag, 6. Januar 2011

2011: Zwischenbilanz

Ich habe meinen Vorsatz Nr. 1 in die Tat umgesetzt. Ich habe mich aus Facebook verabschiedet und meinen Account "dauerhaft" gelöscht. Das waren ein paar Klicks. Und wie ich soeben von einem "fremden" Computer aus kontrolliert habe: Es hat sogar geklappt!