Dienstag, 23. September 2008

Im Koma

Heute Morgen lese ich im Kommentar des Tages-Anzeigers auf Seite 1im ersten Satz:

"Hans-Rudolf Merz muss zum Glück nicht mehr unbedingt um sein Leben bangen."

Ich frage mich: Muss man unbedingt selber im Koma gelegen sein, um sich ausmalen zu können, dass man im Koma liegend gar nichts mehr muss? Weil man dann nichts mehr kann. Nichts mehr hören, nichts mehr sehen, nichts mehr denken, nichts mehr fühlen.

Hans-Rudolf Merz also müsste , selbst wenn er könnte, "nicht unbedingt" bangen. Und wenn er bangt, "nicht unbedingt" um sein Leben. Er Er könnte ja auch einfach träumen. Hoffentlich von etwas Schönem.

Lesen kann er sicher nicht. Noch nicht. Und wenn er es wieder lernt, muss er zum Glück nicht unbedingt mit dem Tages-Anzeiger auf Seite 1 mit dem ersten Satz beginnen.

Kommentare:

andré hat gesagt…

nein, mann und frau müssen nicht selber im koma gelegen haben, um erahnen zu können, dass es in der tat wohl besser ist, die schlag-zeilen nicht nachlesen zu müssen. der weg zurück ist auch so hart genug

andré hat gesagt…

und jetzt ist er früher aus dem koma zurückgeholt worden, als alle (journalisten) gedacht hätten - mögen sie ihn vor den headlines schützen